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Hauptstadt: Cimbar
Bevölkerung: 2.700.000 (82% Menschen, 6% Halblinge, 5% Zwerge, 4% Halborks, 2% Echsenvolk)
Staatsform: Kurmonarchie
Staatsoberhaupt: Vizekönig Abdul Ziuhuddin I.
Regierung: Kontrollrat der Besatzungsmächte (Hochkommissare)
Klima:

Warm gemäßigt

Schachenta wird zwar vom Rest Faeruns als Nation betrachtet, ist aber aus historischer Sicht nur ein grob umrissenes Gebiet mit mehreren Städten und verschiedenen Stämmen und Völkern im ländlichen Raum, das lange Zeit unter der Kontrolle des Nachbarreichs Unther stand. Heute wird das Land von einer Koalition ausländischer Besatzungsmächte kontrolliert, die seit ihrer Intervention im Jahr 1372 TZ versuchen, das vom Bürgerkrieg geplagte Land in geordnete Verhältnisse zu überführen.

PolitikEdit

Staatsform und RegierungEdit

Das Oberhaupt des neuen Zentralstaats von Schachenta ist der Vizekönig. Bei dessen Tod tritt eine große Versammlung aus Stammesfürsten, Adligen und religiösen Führern zusammen, um einen Nachfolger zu wählen.

Für eine noch nicht spezifizierte Übergangszeit muss das Kabinett des Vizekönigs einem Kontrollrat aus Hochkomissaren der ASS Rechenschaft ablegen und in wichtigen Fragen dessen Erlaubnis einholen. Um diesem Status Rechnung zu tragen, wird die derzeitige Administration als Provisorische Interimsregierung Schachentas (PIS) bezeichnet.

Militär und PolizeiEdit

Die bedeutendste Militärmacht in Schachenta bilden die Streitkräfte der ASS mit knapp 12.000 Soldaten. Sie bestehen aus regulären Truppen und Söldnern, entsendet von einem knappen Dutzend Nationen, ausgerüstet und ausgebildet nach westlichen Maßstäben.

Um langfristig die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten und das Land gegen innere und äußere Feinde zu verteidigen, befinden sich eigene schachentische Sicherheitskräfte im Aufbau, die von den ASS bezahlt und ausgebildet werden.

Diese Truppen werden unter der Bezeichnung "Schachentische Nationale Ordnungs- und Sicherheitskräfte" (SNOS) zusammengefasst, die unterteilt sind in die "Schachentische Nationale Armee" (SNA, 15.000 Mann) und die "Schachentische Nationale Ordnungshüter" (SNO).

Die Soldaten der SNA sollen militante Rebellen im eigenen Land bekämpfen und Schachenta gegen äußere Aggressoren verteidigen, während die Büttel der SNO für Verbrechensbekämpfung und die Sicherung der öffentlichen Ordnung verantwortlich sind. Daher sind die SNA im ganzen Land verteilt, die SNO vor allem im städtischen Raum präsent.

GeschichteEdit

Das Land zwischen den alten Reichen und dem Vilhorngriff wurde über Jahrhunderte von dem expansiven Staat Unther kontrolliert und war durch die Barriere von Imaskar vom Einfluss der meisten Gottheiten Faeruns abgeschnitten.
Schachenta

Im 10. Jahrhundert Taliser Zeitrechnung einte der große Kriegsherr und schachenter Nationalheld Tchazzar die Städte des Landes zum ersten und einzigen Mal und warf das Joch der Unterdrückung ab. Bis zu seinem Tod regierte Tchazzar fast 100 Jahre lang über Schachenta und besetzte sogar Teile von Unther für einige Zeit. Nach seinem Verschwinden zerfiel das Schachenter Imperium wieder in ruhelose Stadtstaaten, die sich regelmäßig befehdeten.

Nach der Zeit der Sorgen hob Ao die imaskarische Barriere auf, wodurch neue religiöse Einflüsse das Land erreichten. Die Bevölkerung, bis zu diesem Zeitpunkt ausschließlich Anhänger der Drei, reagierte mit Sorge bis hin zu offener Feindseligkeit auf die fremden Religionen. Vor allem in ländlichen Gebieten formten sich fundamentalistische Bewegungen, die rasch wuchsen und weite Teile des Landes in ihre Gewalt brachten. Die dichtbesiedelten, verhältnismäßig weltoffenen Hafenstädte blieben verschont, bis sich der Tyrann von Akanax mit seinem 50.000 Mann starken Heer der Bewegung anschloss. 1368 TZ fiel Soorenar, 1369 TZ Cimbar.

Als sich die Hauptstadt Cimbar mit seiner mächtigen Flotte in den Händen der Fanatiker befand, nahmen die Überfälle auf Handelsschiffe in der Inneren See schlagartig zu. Die übrigen Anrainerstaaten der Inneren See betrachteten die Entwicklung mit Sorge, aber untätig, bis 1371 TZ ein Schiff mit enger Verwandschaft der Königsfamilie von Cormyr von Renegaten aus Schachenta versenkt wurde.

Mehrere Reiche aus dem Westen der Inneren See bildeten eine Koalition unter Führung Cormyrs, um den Bürgerkrieg in Schachenta zu beenden. Die Koalitionsstreitkräfte landeten im Nordosten des Landes, der noch nicht von den Fundamentalisten beherrscht wurde, und verbündeten sich mit den Einheimischen. Die Fundamentalisten kämpften fanatisch, waren aber den disziplinierten Militärtaktiken und den schweren Stahlrüstungen der Westler nicht gewachsen und waren bald geschlagen.

Die Koalitionsmächte kürten einen verbündeten lokalen Stammesfürsten zum Vizekönig, teilten Schachenta in sechs Hochkommandanturen auf und richteten Gouvernements, Kommissare und einen Kontrollrat ein, um das Land nach Vorbild ihrer eigenen zivilisierten Nationen zu einem stabilen Staat zu machen.


GeographieEdit

Bevölkerungsdichte
Die Bevölkerung Schachentas konzentriert sich überwiegend auf die Küstenlinie an der Inneren See und um die Schachentabucht, wo auch fast alle bedeutenden Städte des Landes liegen, sowie auf die fruchtbaren Landstriche am Akanameer, hier vor allem auf die große Halbinsel auf der Südseite und den Küstenstreifen im Osten.

Die große, hügelige Hochebene im Süden zwischen Natternfluss und Schlingelfluss ist dünn besiedelt, da sie kaum durch Straßen und Wege erschlossen ist und dadurch nur schwer zugänglich. Hier ziehen neben den sesshaften Einwohnern auch Shaar-Nomadenstämme umher.

Die Region Threskel im Norden ist auf der Westseite stark besiedelt, in der östlichen Bergregion dafür so gut wie ausgestorben.

Die großen Gebirgszüge im Süden und Westen Schachentas enthalten kaum Bodenschätze, daher ist selbst die Zwergenpopulation dort nur sehr vereinzelt anzutreffen.

EthnienEdit

Ethnien

Ethnische Zugehörigkeiten der Bevölkerung.

Aufgrund der Historie des Landes sind die Schachenter kein homogenes Volk, sondern eine lose Menge von Einwohnern der Gebiete innerhalb nahezu zufällig festgelegter Grenzen.

Das Zentrum Schachentas wird größtenteils von Nachfahren der Mulan besiedelt, jenes menschlichen Sklavenvolks, dass sich vor tausenden von Jahren aus der Unterdrückung des Imperiums von Immaskar befreite.

Auch die Menschen aus Unther stammen von den Mulan ab; da die Truppen von Unther jedoch später als Eroberer kamen und die ansässige Bevöllkerung unterjochten, herrscht zwischen den Schachent-Mulan und den Unthrern in Schachenta giftige Rivalität. Während der Vorherrschaft Unthers wurden im ganzen Land die fruchtbarsten und einträglichsten Ländereien enteignet und an Unthrer Siedler vergeben, um die unthresche Kontrolle über das Land zu verstärken. Zahlreiche dieser sogenannten "Unthrer Taschen" gibt es noch heute und sorgen für regelmäßige Konflikte. Der an das Reich Unther grenzende Osten und der dünnbesiedelte Südosten werden vorwiegend von Unthrern bewohnt.

Die Region Threskel im Nordosten Schachentas wurde ursprünglich von Seefahrern aus Mulhorand und Tay kolonisiert. Die Bevölkerung dort besteht nach wie vor aus deren Nachfahren, den Thresk. Sie betrachten sich zwar den Schachentern nicht als zugehörig, geraten aber kaum in Konflikt mit ihnen, da der von ihnen bewohnte Landstrich zuvor nicht von anderen Stämmen besiedelt war. Im Siedlungsraum der Thresk gibt es besonders viele Halbork-Gemeinden, deren Vorfahren während der Orktorkriege aus Verbindungen von Orks mit Menschen aus Mulhorand oder Tay hervorgegangen sind. Manche Thresk stehen den Halborks eher feindselig gegenüber, andere sehen sie als Teil ihres eigenen Volks an. Neben Threskel verteilen sich die halborkischen Bewohner Schachentas über die Küste im Norden; hervorzuheben ist die Stadt Luftsporn, die zu etwa einem Drittel von Halborks bewohnt wird.

Im Westen und Nordwesten Schachentas haben sich zur Blütezeit der benachbarten Handelsnation Chondath zahlreiche Einwanderer von dort angesiedelt. Im Gegensatz zu den Unthrern haben sie keine früheren Einwohner verdrängt; sie sind aber Nachfahren der Menschen Faeruns, während Schachent-Mulan, Unthrer und Mulhorandi von den Mulan abstammen, und fallen daher äußerlich durch ihr abweichendes Aussehen auf. Während die Mulan-Völker dunkle Haut und meist schwarze Haare haben, sind die Chondather weitaus heller und meistens braun-, manchmal sogar blond- oder rothaarig.

Weiter im Süden leben vereinzelt Nachfahren der Nomandenvölker aus der Shaar, die sich schon vor dem Auftauchen der Mulan in der fruchtbaren Region um das Akanameer angesiedelt hatten. Man unterscheidet zwischen den sesshaften Akanern, den umherziehenden Shaar-Nomaden und den Halblinggemeinden im Südwesten.

In den beiden großen Bergketten Schachentas leben außerdem Zwerge, im Natternsumpf Echsenmenschen; ihr Kontakt mit den menschlichen Bewohnern Schachentas ist gering, sie teilen jedoch ebenfalls den Glauben an die Dreieinigkeit und werden nach Beschluss des Rats der aliierten Hochkommissare in jeder Hinsicht als Bürger des neuen Staats Schachenta betrachtet.

Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die Unthrer und Chondather als Ethnien in Schachenta nicht gleichzusetzen sind mit Bürgern der Reiche Unther oder Chondath. Es handelt sich nur um eine Begriffsgleichheit aufgrund der Herkunft dieser Volksgruppen. Ein Unthrer in Schachenta ist jedoch genausowenig ein Bürger des Reichs Unther, wie ein Thresk ein Bürger von Mulhorand ist.

Wirtschaft und HandelEdit

Schachenta ist ein verhältnismäßig armes Land, in dem die Bevölkerung größtenteils von Landwirtschaft und Fischfang lebt. Die Handwerker in Schachenta stellen keine anspruchsvollen Waren her.

Die Lebenshaltungskosten in Schachenta sind sehr niedrig, die Marktpreise für einfache Waren und Dienstleistungen liegen zwischen 25% und 50% der in den Herzlanden üblichen Marktpreise. Importierte Waren sind etwas teurer als in den Herzlanden.

Die Schachenter sind nicht in der Lage, hochwertigen Stahl zu produzieren. Hier produzierte Metallwaren sind aus minderwertigem Bronze oder Kupfer. Viele Waffen werden auch aus Knochen oder Stein gefertigt.

Stahlimporte werden durch die Handelsbestimmungen der Besatzungsstreitkräfte streng kontrolliert. Daher sind Waffen und Rüstungen von normaler Qualität etwa doppelt so teuer wie in den Herzlanden.

In Schachenta sind Sklavenhaltung und Sklavenhandel traditionell legal, sofern es sich bei den Sklaven um Ungläubige nach Definition der Lehre der Dreieinigkeit handelt. Dennoch wurde Sklaverei in der Realität nur wenig praktiziert. Die Besatzungsmächte tolerieren Sklaverei je nach eigenem kulturellen Hintergrund in unterschiedlichem Maße. Die Bandbreite reicht von völligem Ignorieren der lokalen Zustände bis zu scharfen Kontrollen, durch die eingehend geprüft wird, ob bestimmte Sklaven legal erworben worden sind. Dies zielt vor allem auf den Schutz eigener Staatsbürger vor illegaler Versklavung ab.

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